Shopify-Themes: Wähle weise

Um deinen Kunden das perfekte Einkaufserlebnis in deinem Shopify-Shop zu bieten, ist die Wahl des richtigen Themes, das das Look-and-feel deines Online-Shops definiert, elementar. Eine gute Konzeption in Form einer klaren Zielgruppendefinition, einer überdachten Informationsarchitektur und erste Layout-Vorstellungen helfen dir bei der richtigen Auswahl. Keinesfalls sollte hier nur auf den eigenen Shop-Geschmack vertraut, sondern eine fundierte Entscheidung getroffen werden. Dabei ist es sinnvoll, unterschiedliche in Frage kommende Themes auszuprobieren und sie intensiv auf ihre Passung zu deinem Angebot zu testen.

Freie Wahl im Shopify-Theme Store

Wenn du einen neuen Shop erstellt hast, ist das kostenlose Theme "Debut"  voreingestellt. Im Sinne einer passenden, individuellen Produktpräsentation solltest du dieses Theme jedoch nicht unreflektiert nutzen. Selbst wenn du kein zusätzliches Budget für das Theme bereitstellen möchtest, bietet Shopify acht weitere kostenlose Themes, aus denen du das Richtige für dein Angebot heraussuchen kannst. Diese Themes können ganz einfach auf deinen Shop angewendet und direkt in vollem Funktionsumfang ausprobiert werden. Im Shopify Theme Store stehen dir über 60 weitere Themes mit jeweils zumeist verschiedenen Styles zur Verfügung, die mit Kosten zwischen $160 und $200 jedoch auch kein großes Loch in dein Budget reißen.

Auf der Suche nach dem besten Theme

Wenn du eine klare Vorstellung davon hast, was dein neuer Online-Shop grundsätzlich bieten muss, hilft dir Shopify mit guten Filtermöglichkeiten bei der Auswahl aus den insgesamt über 70 Themes.

Shopify Theme Store

Die Anzahl der Produkte, verschiedene Layout-Styles und spezielle Funktionen auf den Produktseiten sind ebenso wie bestimmte Anforderungen an die Startseite, die Navigation sowie an das Marketing und Social Media gute Ansatzpunkte für eine passende Auswahl und ganz einfach zu filtern. Die Wahl aus den zehn häufigsten Branchentypen gibt zudem weitere Anhaltspunkte und die thematisch entsprechend gestalteten Demos der Themes lassen ein realistisches Bild entstehen. In der Theme-Beschreibung gibt es Tipps, für welche Art von Produkten und deren Präsentation dieses Theme geeignet ist, du erfährst mehr über die wesentlichen Funktionen des Themes und kannst dir anschauen, welche Shops dieses Theme bereits verwenden.

Wir raten dir trotz der guten Informationen und Demos von Shopify davon ab, dich nur auf die Demo zu verlassen. Unbedingt solltest du das von dir ausgewählte Theme vor dem Kauf oder dem Start in eine endgültige Umsetzungsphase selbst ausprobieren. Verkaufst du beispielsweise erklärungsbedürftige Produkte und benötigst viele Textinhalte, muss das Theme dafür die entsprechenden Gestaltungsmöglichkeiten in Form der vorhandenen Inhaltsbereiche im Bestfall schon mitbringen. Ein intensives Ausprobieren ist auch bei den kostenpflichtigen Themes problemlos möglich und schützt dich vor unnötigen Ausgaben, falls das in der Demo noch so passend wirkende Theme in der Umsetzungsrealität dann doch nicht deine Anforderungen erfüllt.

Möchtest du keine individuellen Anpassungen an dem Theme vornehmen, die mit dem entsprechenden Wissen oder einer professionellen Unterstützung oft sinnvoll und zumeist möglich sind, solltest du dich auf die wesentlichen Funktionalitäten konzentrieren und kompromissbereit sein. Niemals sollte der Kompromiss jedoch zu Ungunsten deiner Zielgruppe oder der notwendigen Informationsarchitektur ausfallen.

Individualisierung von Shopify-Themes

In einigen Themes kann neben den vorgefertigten Inhaltsbereichen auf der Startseite individueller HTML-Content eingefügt werden. Dies ermöglicht auf Basis professioneller Design-Kenntnisse eine einfach zu realisierende Form der Individualisierung von Themes.

Bietet das von dir ausgewählte Theme diese Möglichkeit nicht oder du möchtest darüber hinaus Änderungen am Theme vornehmen, sind Individualisierungen dennoch möglich. Hier kommt die Theme-Sprache Liquid ins Spiel, die es dir erlaubt, den zugrundeliegenden Code deines Shops an die definierten Anforderungen anzupassen. Liquid ist die von Shopify entwickelte Open-Source-Template-Sprache, die zum Laden dynamischer Inhalte im Frontend verwendet wird und durch ihre gute Struktur mit ein bisschen Kenntnissen einfach nachzuvollziehen ist. Wer keine Erfahrungen in der Programmierung hat, sollte sich bei entsprechenden Individualisierungswünschen und Änderungen am Code jedoch unbedingt von professioneller Seite Untersützung holen.

Eine weitere, ebenfalls aufwändige Form der Individualisierung deines Shopify-Shops ist die Entwicklung von gestalteten Unterseiten. Wie das geht, zeigen wir dir hier.

Die Struktur der Shopify-Themes

Um Individualisierungen am Theme über Änderungen am Code vorzunehmen, solltest du dich zunächst intensiv mit der Struktur der Shopify-Themes beschäftigen und den Aufbau verstehen. Das Theme besteht aus Liquid-Dateien, die das Aussehen und die Funktion der einzelnen Bereiche deines Shops bestimmen, Stylesheets (CSS) und Javascript-Bibliotheken.



Wenn du dir den Code deines Themes anschauen oder diesen ändern möchtest, kannst du dies über das aktive Theme deines Shops und die Aktion "Code bearbeiten" machen. Hierüber gelangst du zum Online-Code-Editor, in dem du direkt auf sämtlichen Code deines Themes zugreifen und ihn nach deinen Vorstellungen anpassen kannst. Für den ersten Überblick ist es wichtig, zu wissen, dass die Quelldateien jedes Shopify-Themes in sieben Unterordnern zusammengefasst sind:

  • Assets: Hier sind alle im Theme verwendeten statischen Dateien inklusive Bildern, Stylesheets und Javascript-Dateien hinterlegt.
  • Config: Hier findest du zwei JSON-Dateien, die den Abschnitt "Theme anpassen" in deinem Shopify-Shop steuern und mit denen du Optionen für das Theme erstellen kannst.
  • Layouts: Dieser Ordner enthält unter anderem das "theme.liquid"-Template. Hierbei handelt es sich um einen Wrapper, in dem andere Templates eingebunden und beispielsweise Header und Footer definiert werden.
  • Dateien in Locales: Hier kannst du Inhalte deines Themes in andere Sprachen übersetzen.
  • Sections: Hierbei handelt es sich um wiederverwendbare, anpassbare Module, die im Theme unterschiedlich eingesetzt und sortiert werden können. Sie können dann im Backend einfach von dir ohne Programmierkenntnisse anpasst werden.
  • Snippets: Hier sind alle Liquid-Snippet-Dateien zusammengefasst, die über den "include"-Befehl in andere Templates integriert werden können.
  • Templates: Hier findest du alle anderen Liquid-Templates.

Individuell entwickelte Shopify-Themes

Sollte für dein Business kein passendes Shopify-Theme dabei sein, ist es selbstverständlich auch möglich, ein komplett individuelles und hundertprozentig auf deine Anforderungen zugeschnittenes Theme zu entwickeln. Dies erfordert jedoch tiefergehendes Know-how, viel Erfahrung in der Theme-Entwicklung, eine genaue Konzeption und hinreichende Entwicklerressourcen. Die Entwicklung eines individuellen Themes will also wohl überlegt sein, denn in einem Großteil der Fälle ist es hinsichtlich bestehender Budgetrestriktionen sowie einer kurzen Time-to-Market besser, ein bestehendes Theme zu inidividualisieren.

Unser Fazit

Es gibt eine große Auswahl an Themes für deinen Shopify-Shop und jede Menge Möglichkeiten, diese zu individualisieren und an die speziellen Anforderungen deines E-Commerce-Business anzupassen. Bedenke aber, dass nicht alles, was geht, auch sinnvoll sein muss oder im mobilen Kontext funktioniert. Das Team von væng steht dir zur Seite: Von der richtigen Theme-Auswahl bis zur Individualisierung beraten wir dich ehrlich und kompetent.